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Direkt nach Mittsommer, am 30. Juni, trat die neue Batterieregelung von Boverket vollständig in Kraft. Kurz gesagt: Mehr als 20 kWh Batteriespeicher innerhalb eines Raumes müssen als eigene Brandzelle ausgeführt werden.
Wenn Sie bereits eine Batterie besitzen, können Sie beruhigt sein – die Regelung gilt nicht rückwirkend. Wenn Sie jedoch jetzt eine Solaranlage mit Speicher kaufen möchten, gehen Sie mit mir einmal durchs Haus. Es dauert nur fünf Minuten und kann Ihnen beim Kauf viel Geld sparen.
Warum genau 20 kWh?
20 ist keine magische Zahl. Eine 25-kWh-Batterie brennt nicht anders als eine 20-kWh-Batterie – sie enthält lediglich mehr Energie. Die Grenze misst nicht die Größe, sondern die Zeit: Wie lange eine Familie benötigt, um den Rauchbereich sicher zu verlassen.
Und kWh ist eine ehrliche Messgröße, die auf jedem Datenblatt angegeben ist und innerhalb weniger Sekunden überprüft werden kann.
Eine normale Haussicherung mit 20 bis 25 Ampere kann jedoch 14 bis 17 kW Leistung bereitstellen. Eine Batterie, die optimal arbeiten und Einnahmen durch Netzdienstleistungen erzielen soll, benötigt etwa die Hälfte ihrer Kapazität als Leistung. Diese Rechnung führt eher zu 28 bis 35 kWh als zu 20 kWh.
Deshalb habe ich Boverket schriftlich gefragt, warum genau 20 kWh als Grenze gewählt wurden.
Die Folgenabschätzung von Boverket nennt drei Gründe:
Eine typische Batteriespeicheranlage in einem Einfamilienhaus liegt heute bei 5 bis 15 kWh. Damit bleibt die Regelung für normale Installationen praktikabel und erfasst gleichzeitig größere Systeme.
Oberhalb von 20 kWh können giftige und brennbare Gase bei einem Batteriebrand eine zusätzliche Gefahr darstellen. Deshalb werden eine Brandzelle, eine Brandschutztür und eine Rauchableitung erforderlich.
Bis 20 kWh wird das Risiko mit den normalen baulichen Schutzmaßnahmen als beherrschbar bewertet.
Das ist nachvollziehbar. Allerdings wurde diese Grenze dort gesetzt, wo die typischen Batteriesysteme von gestern lagen. Die Batteriesysteme von morgen – ausgelegt für Netzdienstleistungen und Leistungstarife – beginnen meiner Erfahrung nach oberhalb dieser Grenze.
Was passiert, wenn man die Regel ignoriert?
Heute passiert zunächst nichts. Kein Prüfer wird plötzlich an Ihrer Haustür klingeln. Die Auswirkungen zeigen sich erst in zwei Situationen.
Die erste betrifft einen möglichen Unfall: Wird die Versicherung zahlen, wenn die Batterieinstallation nicht den Vorschriften entspricht?
Versicherungen bewerten solche Fälle individuell. Meine Einschätzung ist jedoch, dass Versicherer möglicherweise nach Gründen suchen werden, um eine vollständige Zahlung abzulehnen.
Ein Tipp: Bitten Sie Ihre Versicherung vor der Installation um eine schriftliche Bestätigung für Ihre konkrete Anlage. Dieses Dokument kann im Ernstfall oder beim Verkauf Ihrer Immobilie sehr wertvoll sein.
Der zweite Zeitpunkt ist der Verkauf des Hauses.
Eine Solaranlage mit Batteriespeicher kann den Immobilienwert erhöhen. Eine fehlerhafte Installation gibt dem Käufer jedoch eine stärkere Verhandlungsposition, da dessen Versicherung das Risiko bewerten muss.
Nachdem die Grundlagen geklärt sind, schauen wir uns nun kurz im Haus um und betrachten, worauf Sie beim Kauf eines Energiesystems achten sollten.
Raum eins: Der Hauswirtschaftsraum
Ein praktischer Standort: einfache Installation und Schutz vor Witterung.
Bei 20 kWh oder weniger ist dieser Standort geeignet. Alles darüber ist jedoch nicht zulässig.
Beachten Sie außerdem: Auch wenn eine Batterie selbst nahezu geräuschlos arbeitet, kann der Wechselrichter Geräusche verursachen.
Möchten Sie mehr als 20 kWh installieren?
Dann muss dieser Raum eine echte Brandzelle sein.
Der schnelle Check in zehn Sekunden: Achten Sie auf ein Schild am Türrahmen mit EI30 oder EI60.
Die Zahl steht für die Minuten der Feuerbeständigkeit. Für ein Einfamilienhaus ist EI30 normalerweise ausreichend.
Kein Schild bedeutet: keine Brandzelle und somit kein großer Batteriespeicher.
Raum zwei: Die Garage
Die Frage, die viele stellen:
„Mein Elektroauto steht hier mit einer 75-kWh-Batterie – warum braucht eine 21-kWh-Wandbatterie eine Brandzelle, während das Auto keine benötigt?“
Nicht, weil die Behörden Elektroautos vergessen hätten. Die eigentliche Erklärung ist: Garagen stehen bereits auf der Liste der Räume, die als eigene Brandabschnitte ausgeführt werden müssen – genau wie große Batteriespeicher.
Eine Einschränkung gibt es jedoch: Nicht jede Garage wurde automatisch als Brandzelle gebaut.
Häuser aus den letzten zehn bis fünfzehn Jahren verfügen häufig darüber, ältere Häuser oft nicht.
Auch hier gilt derselbe Check: Das Schild an der Tür.
Wenn es vorhanden ist, halte ich die Garage persönlich für den besten Installationsort für Batteriespeicher:
stabile Temperatur
keine zusätzlichen Heizkosten
keine baulichen Veränderungen
keine Geräusche in der Nähe von Schlafzimmern

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